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Einer der zahlreichen Widersprüche der Gegenwart ist zwischen lokalen Sehnsüchten und globalem Anspruch aufgespannt. Für diesen Spagat bemüht sich bereits das Kunstwort ?Glokalismus? um Aufnahme in den Wortschatz. So neu ist besagtes Dilemma freilich nicht. Bereits 1972 beantwortete es der US-Biologe René Jules Dubos mit der wohlbekannten, in der Regel missverstandenen Aufforderung: ?think globally, act locally? ? global denken, lokal handeln. Das Mantra ist nach wie vor populär, doch scheint kaum jemandem aufzufallen, dass es mittlerweile auf den Kopf gestellt wurde. Die Umweltbewegung, für die Dubos einst, als es tatsächlich um ?Umwelt?, also konkrete Lebenswelt ging, Stichwortgeber war, fordert heute vor allem ?globales Handeln? ein. Dabei wird vergessen, warum Dubos das Gegenteil betonte. →Kostenlos herunterladen