Eugen Peter Schwiedland

Leben

(* 23. Oktober 1863 in Budapest; † 22. Dezember 1936 in Inzersdorf); Aus einer evangelischen Gelehrtenfamilie stammend, studierte Schwiedland Rechtswissenschaften in Wien, lehrte nach einigen Praxisjahren ab 1890 am Technologischen Gewerbemuseum Nationalökonomie und Volkswirtschaftspolitik und wurde schließlich 1895 an der Universität Wien habilitiert. 1902 wurde er an der Universität zum außerordentlichen und 1904 an der Technischen Hochschule zum ordentlichen Professor ernannt. Von 1908 bis 1921 übte er durchgehend hochrangige Beratungsfunktionen im Ministerium für öffentliche Arbeiten und im Generalkommissariat für Kriegswirtschaft und Übergangswirtschaft aus. In seinen leicht verständlichen Lehrbüchern beschrieb er die subjektivistische Wertlehre als das psychologische Fundament der Wirtschaft. Zu Menger blieb er sowohl menschlich als auch intellektuell auf Distanz. Nach dem Ersten Weltkrieg ging Schwiedland in Richtung einer „romantisch-organizistischen“ Nationalökonomie.