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Ort?

Die Wortwurzel von Ort ist die Spitze: Der kleine Punkt, auf den ein großer Berg hinausläuft; eine aufragende Insel im Ozean der Sinnleere, die Boden unter den Füßen verspricht. Der gute Gelehrte leistet Ortung, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. An jenem Punkt, an dem unsere Schule ins Räumliche reicht, bauen wir an einem Ort, an dem sich Erkenntnisliebende zuhause fühlen. Abseits des Wahnsinns der Welt hüten wir dort geistige Schätze, wagen intellektuelle Abenteuer und begegnen mutigen Weggefährten.

Wir haben das Institut für Wertewirtschaft begründet, weil es uns gefehlt hat. Insbesondere in Wien klaffte eine große Lücke angesichts der großartigen Traditionen, die hier einst lebten und belebt wurden. Diese Lücke war der Mangel eines Ortes für jene Muße, die wir suchten. Wir suchten nicht die Stille, die bloße Abwesenheit von Lärm ist. Und wir wollten uns auch nicht aus der Welt verabschieden und Einkehr üben. Wir suchten die scholé des gemeinsamen Nachdenkens über unsere Welt und unsere Zeit, ohne Ergebnisdruck, ohne Vorgaben, ohne Empfindlichkeiten, ohne politische Korrektheit, ohne ideologische Scheuklappen, ohne Ungeduld, ohne Abhängigkeit von großen Geldgebern, ohne Lehrplan, ohne Geltungsbedürfnis, ohne dem Drang, möglichst schnell möglichst viel Geld zu verdienen, koste es was es wolle.

Noch ist dieser Ort klein, aber behaglich. Wir haben eine Bibliothek aufgebaut, die eine außergewöhnliche Auswahl bietet und uns hilft, bescheiden zu bleiben und den Überblick über unser Nichtwissen zu wahren.

Unser kleiner Ort in Wien steht all jenen Menschen offen, die sich wie wir nach dieser seltenen Muße sehnen. Im Wesentlichen ist er eine Idee, die sich physischen Ausdruck zu verschaffen sucht. Wir träumen davon, daß er eines Tages zu einer Universität im wahren und ursprünglichen Wortsinn wird: Oase der Erkenntnis und Werkstatt eines besseren Lebens zugleich. Dieser Ort dient nicht dazu, vor der Welt zu flüchten, sondern soll dem Neuen den Raum zu geben, den es braucht. Dieses Neue, an dem wir werken, soll nicht krampfhaft originell und kein Neuaufguß sein. Es wird neu sein in dem Sinne, daß es das Denken des aus Verwirrung Ungedachten und das Tun des aus Angst Ungetanen ist.

Bibliothek

Die Bibliothek des Instituts für Wertewirtschaft bietet einen einzigartigen Buchbestand aus Ökonomie, Philosophie, Geschichte, Theologie, Politik, Ideengeschichte, Bildungsfragen und anderen Lebensbereichen. Viele der bei uns verfügbaren Bücher sind in Österreich nur bei uns zugänglich. Eine Bibliothek dieser Art ist einmalig im deutschsprachigen Raum, nirgendwo sonst ist die Österreichische Schule der Ökonomie in solcher Dichte vertreten und nirgendwo sonst wird ihre Wechselwirkung mit anderen Forschungstraditionen und Disziplinen so deutlich.

Die Bibliothek vereint die Bestände folgender Privatgelehrter:

Die vollständige Bibliothek von Roland Baader, der als Schüler des Nobelpreisträgers Friedrich A. von Hayek Zeit seines Lebens unabhängiger Privatgelehrter war. Ihm kommt das besondere Verdienst zu, diese ökonomische Tradition in einer Zeit bewahrt zu haben, als sie im deutschsprachigen Raum weitgehend in Vergessenheit geriet. Auf seinen Wunsch hin, um sein Werk zu bewahren und fortzuführen und um seine Wertschätzung der Institutsarbeit auszudrucken, übernahm das Institut für Wertewirtschaft diesen bedeutenden Nachlaß.

Die Bibliothek von Rainer Ernst Schütz, der in Wien einen der letzten Salons führte. Schütz war ein Privatgelehrter, der sich mit intensiv Physik, Politik, Wirtschaft und Technik befaßte und den Club unabhängiger Liberaler ins Leben rief.

Die Bibliotheken von Rahim Taghizadegan und Eugen Maria Schulak.

Wir sind zudem die einzige Partnerbibliothek des Liberty Fund im deutschsprachigen Raum. Der Liberty Fund ist eine amerikanische Stiftung, die schöne Neuausgaben von älteren Büchern der angelsächsischen Tradition aus den Bereichen Ökonomie, Geschichte, Recht und Philosophie finanziert. Unsere Bibliothek umfaßt u.a. den kompletten Buchbestand des Liberty Fund.

Nutzung: Derzeit ist nur die Freihand-Nutzung vor Ort nach Absprache möglich. Leihe für Mitglieder.

Beitrag: Buchspenden und Investitionen in unseren Buchbestand sind sehr willkommen. Bitte kontaktieren Sie uns dazu.

Verkauf: Einige Bücher können direkt bei uns bezogen werden, insbesonders englischsprachige Literatur des Mises Institute und Liberty Fund, die sonst schwer erhältlich ist. Eine komplette Liste des Angebots finden Sie hier, es sind auch Bestellungen möglich.

Veranstaltungen

Besuchen Sie uns an diesem Ort und schöpfen Sie Kraft in dieser kleinen Oase der Erkenntnis. Sollten Sie außerhalb einer Veranstaltung kommen wollen, melden Sie sich an, bevor Sie uns besuchen, damit auch wirklich ein geeigneter Ansprechpartner für Sie da ist.

So erreichen Sie uns:

Institut für Wertewirtschaft
Schlösselgasse 19/2/18
A-1080 Wien
Fax: +43 1 2533033 4733
Email: info@wertewirtschaft.org

Achtung: Kurzparkzone. Parkgarage mit Abendpauschale von 6€ direkt ums Eck: Parkgarage Otto Wagner-Platz


Bankverbindung

  • Erste Bank, Wien
  • Kontonummer: 28824799900
  • Bankleitzahl: 20111
  • IBAN: AT332011128824799900
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