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Zunft?

Die Wortwurzel der Zunft ist das Zusammenfügen. Heute gibt es nur noch wenige unabhängige Gelehrte, die selbständig tätig sind und nicht in großen Institutionen im Sold von Bürokratien dienen. Unser Institut entstand aus der Fügung, daß sich einige solcher selbständigen Denker zusammentaten, um voneinander zu lernen und miteinander zu wirken. Die ursprüngliche Universität war eine solche Zunft, die universitas magistrorum et scholarum, eine Gemeinschaft selbständiger Lehrer und Schüler. Wir, die wir zugleich Lehrer und ewige Schüler sind, belassen es keineswegs dabei, die "Meinungen" der anderen bloß zu tolerieren; wir streiten leidenschaftlich über die Wahrheit. Dieses Streiten um Erkenntnis stiftet echte Freundschaft - und es ist kein Zufall, daß die Freundschaft (philía) im Wort Philosophie enthalten ist.

Die Zunft hat einen schlechten Ruf, spätestens seit der Eindruck überwog, diese Verbände seien dazu da, um Platzhirsche gegen Neulinge zu schützen. Wir verstehen auch diesen Begriff im ursprünglichen Sinn: als Zusammen-Fügung. Die Fügung, die uns zusammenführte, gab uns Kraft, unseren Weg trotz aller Hindernisse weiterzugehen.

Eine Zunft ist kein Betrieb, der an die Stelle der darin Werkenden tritt. Sie ist ein Zusammenschluß von Selbständigen, denen ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit heilig ist. Wir denken auch nicht alle dasselbe. Zur Erkenntnissuche gehört der freundschaftliche Streit. Unser Institut hat daher keine Programmatik, keine abgeschlossene Lehre, die wir eifersüchtig verteidigen würden. Doch auch Beliebigkeit hat keinen Platz bei uns. Wir haben starke Überzeugungen, die wir zwar ständig an der Realität prüfen und schleifen, doch für die wir auch entschlossen eintreten. In vielem treffen wir uns, in manchem folgen wir unterschiedlichen Pfaden.

Unser Institut gibt uns als Zunft die Rückendeckung für unsere selbständige Tätigkeit. Hier ist ein Ort, an dem wir uns austauschen, von Erfahrungen lernen, Neues ausprobieren können, um an der Verbesserung unserer persönlichen wie gemeinsamen Werke zu arbeiten.

Verzeihen Sie, wir haben uns noch gar nicht vorgestellt. Wir erlauben uns, Ihnen jene unabhängigen Denker vorzustellen, die derzeit in unserem Institut Muße schaffen und finden:

Fakultät

DI Rahim Taghizadegan
Wirtschaftsphilosoph. Universitätsdozent an der Hochschule Liechtenstein, der Wirtschaftsuniversität Wien und der SMC University, Lehrtätigkeiten u.a. an der der Universität Heiligenkreuz, der University of Applied Sciences Krems, der Universität Halle/Saale (D) und in Südafrika. Autor von "Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie" und Koautor u.a. von "Die Alpenphilosophie", "Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation", "Vom Systemtrottel zum Wutbürger", "Wirtschaft und Ethik" und "Würdigung der Unternehmerethik". Tätigkeiten in Ökonomie (Research Fellow der Atlas Economic Research Foundation in den USA), Weltraumforschung (ESOC, US Naval Observatory, Astronomisches Institut) und Journalismus (Santiago Times). Studium in Wien und Lausanne (Physik, Ökonomie, Soziologie), Studienaufenthalte in den USA (u.a. Seminare mit dem Nobelpreisträger Vernon L. Smith und dem Doyen der Wiener Schule Israel M. Kirzner).
Beitrag: Rahims ewiger Drang, wirklich zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält, führte ihn quer durch die Wissenschaften zu jener Nische vollkommen unabhängiger und kompromißloser Erkenntnissuche und Wissensvermittlung: Dem Institut für Wertewirtschaft. Als interdisziplinärer Querdenker widmet er sich der Aufdeckung moderner Illusionen, der Freilegung verlorenen Wissens und der Verknüpfung der zahllosen aufgetrennten Fäden heutigen Denkens.
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Dr. Eugen Maria Schulak
Philosoph und Begründer der Philosophischen Praxis in Wien, ein Beratungsunternehmen, das sich auf philosophische Fragestellungen in den Bereichen Wirtschaft & Gesellschaft spezialisiert hat; Departmentleiter für Philosophie an der Siemens Academy of Life; Lektor am Philosophischen Institut der Universität Wien sowie an den Fachhochschulen Wien, Wr. Neustadt und Eisenstadt mit den Schwerpunkten "Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie", "Europäische Geistesgeschichte", "Wirtschaftsphilosophie & Wirtschaftsethik", "Austrian School of Economics"; Tätigkeit als Vortragender, Seminarleiter und Kolumnist; Autor zahlreicher Sach- und Lehrbücher, u.a. "Die Wiener Schule der Nationalökonomie. Eine Geschichte ihrer Ideen, Vertreter und Institutionen" (auch erhältlich auf Englisch und "Daimon. Über die Motive philosophischen Denkens". Koautor von u.a. "Die Alpenphilosophie", "Vom Systemtrottel zum Wutbürger", "Wenn Eros uns den Kopf verdreht: Philosophisches zum Seitensprung", "Wenn Ärzte nach der Weisheit suchen. Ein Dialog zwischen Medizin und Philosophie" und "Würdigung der Unternehmerethik".
Beitrag: Eugen ist der Hausphilosoph des Instituts, der uns durch sein beeindruckendes Wissen über die Denker und das Denken in der Menschheitsgeschichte stets wertvolle Bezüge liefert.
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Mitarbeiter

Georg Schabetsberger, M.A.
Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule Wiener Neustadt. Mehrjährige berufliche Tätigkeit in der Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung, u. a. PricewaterhouseCoopers, Wien. Forschungsinteressen in den Bereichen Unternehmertheorie und Geschichte der Wiener Schule der Ökonomik.
Beitrag: Veranstaltungsorganisation, Mitgestaltung von Lehrgängen, Finanzen und Recht.

Andreas M. Kramer, M.A.
Doktorand der Ökonomik. Studium der Philosophie, Politik und Ökonomik in Wien, Manchester und Madrid.
Beitrag: Vorträge, Recherchen, Übersetzungen, Graphische Gestaltung.

Bernhard Hegyi, B.Sc.
Studium der Betriebswirtschaftslehre in Wien.
Beitrag: Recherchen, Veranstaltungsorganisation, Administration.

Mag. Johannes Leitner
Historiker, freiberufliche Tätigkeit im Archivwesen.
Beitrag: Bibliothek, Recherchen, Forschungskoordination.

Ulrich Möller, M.A.
Freier Mitarbeiter, M.A. in International Economics sowie B.A. Staatswissenschaften mit Double Major in Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft, Tätigkeit beim Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut, dem Institut für Austrian Asset Management und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln.
Beitrag: Thematische Schwerpunkte im Bereich Unternehmertum und Unternehmensführung/ Management.




Akademischer Beirat

Prof. Dr. Jörg Guido Hülsmann
Professor für Volkswirtschaft an der Universität Angers (Frankreich) und Senior Fellow des Ludwig von Mises-Instituts (Auburn, USA). Autor u.a. von Ethik der Geldproduktion, Logik der Währungskonkurrenz, Kritik der Dominanztheorie, Ordnung und Anarchie; zahlreiche Veröffentlichungen auf Deutsch, Englisch und Französisch.
Beitrag: Guido ist einer der heute weltweit führenden Ökonomen der Wiener Schule und wir sind besonders stolz, in ihm einen wertvollen und höchst kompetenten Mitstreiter zu haben. Seine Interessen machen ebenfalls nicht bei engeren Wirtschaftsfragen halt; Guido ist auch in theologischen Fragen sehr versiert und verfügt über tiefes Wissen zur Ideengeschichte und Politik.
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Dr. Herbert Unterköfler
Mitglied der Geschäftsführung der Wiener Niederlassung eines renommierten internationalen Beratungsunternehmens (Führungskräftesuche, Management Assessment; Leadership & Talent Management Consulting). In seiner 20-jährigen Beratertätigkeit hat Herbert Erfahrungen in der Finanz- und Immobilienwirtschaft, in der mittelständischen Industrie sowie in ausgegliederten Unternehmen und im öffentlichen Sektor gesammelt. Er ist Vortragender und Autor zu Führungs- und Managementthemen, insbesondere zur Suche, Auswahl und Vergütung von Führungskräften und Aufsichtsräten sowie zu Fragen der Corporate Governance.
Beitrag: Herbert ist ein profunder Kenner der Geschichte der Österreichischen Schule der Nationalökonomie sowie der neueren österreichischen Geistes- und Wirtschaftsgeschichte und publiziert regelmäßig darüber (zumeist gemeinsam mit Eugen). Von Herberts Wissen profitieren wir sehr, zudem steht er uns als erprobte Führungskraft stets mit wertvollem Rat zur Seite.

→Werden Sie Praktikant am Institut für Wertewirtschaft.